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HAUTNAH – meine Ausstellung in 2026

Plakat Ausstellung "Hautnah" von Jürgen Naß - Bester Blick

Mit einer Vernissage öffnete im Mehrzweckraum in Zühlsdorf am 18. Januar 2026, 16 Uhr meine neue Ausstellung unter dem Titel „HAUTNAH“. 
Die Ausstellung vereint teils bekannte, teils unbekannte Porträts von Frauen. Von jungen und ganz jungen, von älteren und sehr alten. Allen gemeinsam ist Nähe und Vertrautheit, Authentizität und Sinnlichkeit. 
Der Bogen einer fotografischen Zeitreise spannt sich vom Foto des Ärmchens des Neugeborenen bis zu den vom Leben gezeichneten Händen der über 100-Jährigen.  
Damit schließt die Ausstellung direkt an meine Projekte „Zühlsdorfer Gesichter“ (2019) und „Lebenslinien“ (2021) an. 

 

In Vorbereitung der Ausstellung entdeckte ich für mich das Genre des Composings. Einige dieser Werke fanden Verwendung in einem Jahreskalender 2026.

Danke liebe Freunde für euer Kommen! Dankeschön allen, die mich unterstützten, die Vernissage zu etwas Besonderem zu machen. Allen voran meiner Moni!


Was für ein Fest durften wir gemeinsam feiern. Ein großes und schönes voller Emotionen. Immerhin 28 Porträts hinter Glas hatte ich aufgehängt. Dazu noch vier, teils großformatige Hartschaumplatten. Alle Fotos in Schwarzweiß und kontrastreich ausentwickelt. Danke all den Frauen, die mir erlaubten, diese Fotos mit euch zu teilen.

Eine musikalische Umrahmung vom Feinsten boten uns Thomas Heyn an der Gitarre und René Schulze an der Klarinette. Wunderbar, wie Thomas Heyn durch ihr kleines Programm führte. Mit Worten und auch mit einer schönen Musikauswahl – immer unter Bezugnahme auf die ausgestellten Bilder und die Gäste mitnehmend. Viel Beifall gab es. Danke euch beiden exzellenten Musikern!

Meine Eröffnungsrede sollte eine sehr poetische werden. Hier ein paar dieser für mich sehr wichtigen Gedanken über meinen Stil, Menschen zu fotografieren.
"... Die Bilder hier an der Wand sind nicht einfach Fotografien. Sie sind Begegnungen. Begegnungen hinterlassen Spuren. Bei denen, die fotografiert werden – und bei mir, dem Fotografen …
… Hautnah zu sein heißt, nahe zu kommen. Es heißt, sich nicht hinter Technik, nicht hinter Konzepten und nicht hinter Rollen zu verstecken. Es heißt, wirklich da zu sein ...
... In der Fotografie bedeutet das für mich, Distanz aufzugeben. Nicht näher zu kommen, um zu besitzen, sondern um zuzuhören. Hautnah ist kein Zugriff. Es ist ein Einverständnis. Ein stilles Abkommen zwischen zwei Menschen ...
... All diese Frauen habe ich nicht fotografiert, um sie darzustellen. Ich habe sie fotografiert, um ihnen zu begegnen. Ein Shooting beginnt bei mir nicht mit dem ersten Klick der Kamera, sondern mit dem Gespräch. Nähe lässt sich nicht herstellen. Nähe entsteht, wenn man einander Raum gibt. Bei mir wird viel geredet. Manchmal auch geschwiegen. Fotografiert wird gefühlt eher so nebenher ...
... Sinnlichkeit, wie ich sie hier verstehe, hat nichts mit Inszenierung zu tun. Sie entsteht dort, wo jemand bei sich ist. Wo nichts bewiesen werden muss. Wo ein Blick nicht gefallen will, sondern einfach da ist ..."

Zweimal habe ich mir am Abend sagen lassen, dass diese Vernissage die beste jemals in Zühlsdorf besuchte gewesen sei. Ein Superlativ, fast nicht zu glauben. Und doch zu verstehen, unter dem Eindruck des Momentes. Glücklich macht das. Mehr geht nicht!

Ganz sicher gibt es noch eine Sonderöffnung. Voraussichtlich als Midissage Anfang März. Ich informiere rechtzeitig. Immerhin bis zum 17.4.2026 dürfen die Bilder hängen.

Ein paar wenige Fotos kann ich zeigen. Handyfotos nur – allemal aber geeignet, an diese schöne Vernissage zu erinnern. Danke auch dafür.


Update Sonderöffnung 04.04.2026

Eine Sonderöffnung sollte noch sein, bevor die Ausstellung am 17.04. ihren Abschluss findet. Warum also nicht am Samstag vor Ostern im Umfeld des traditionellen Zühlsdorfer Osterfeuers! Es muss wieder ein sehr schönes gewesen sein. Zumindest ein Foto vom Feuer habe ich noch schießen können, als ich gegen 21.30 Uhr den Mehrzweckraum verlassen hatte. Erst gegen 21.30 Uhr, denn eigentlich hatte ich die Öffnung der Ausstellung nur bis 19 Uhr geplant. Aus 1 1/2 Stunden wurden drei!

Drei Stunden habe ich verbringen können mit Leuten aus Zühlsdorf - und von nebenan vor allem aus Wandlitz/Basdorf.  Mit vielen Leuten und mit deutlich mehr als erwartet. Intensive, inspirierende Gespräche hatte ich.
Anders als bei der Vernissage hatte ich Zeit für meine Besucher. Spannend war deren Feedback, waren die Fragen, war das Gespräch. Hilfreich für mich und  mein Tun. Und motivierend! 
Motivierend auch, dass ich drei der ausgestellten Fotos verkaufen durfte. Überraschend für mich, der ich nie mit einer Preisliste angetreten war. Den Käufern dieser Bilder verdanke ich einen Perspektivwechsel auf das, was auch ein Fotograf mit seinen Werken an Wertvollem schaffen kann.

Fotos von der Sonderöffnung habe ich (wieder) nur wenige. Meine Kamera lag dieses Mal bereit. Und doch hatte ich kaum Zeit und Gelegenheit für ein Foto.
Danke ihr lieben Besucher für euer Kommen. Ihr wart das Sahnehäubchen auf der Erfolgsgeschichte der Ausstellung!

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Kommentare: 2
  • #1

    Anieta (Samstag, 24 Januar 2026 23:57)

    Was für eine wunderbare, inspirierende, interessante und auch so einfühlsame Ausstellung, die du uns geschenkt hast. Ein großes Dankeschön mit Bewunderung für die sooo schönen Fotos.

  • #2

    Inka (Montag, 26 Januar 2026 12:29)

    Herzlichen Dank für die Einladung zu deiner sehr gelungenen und vor allem beeindruckenden Vernissage. Es war eine so herrlich angenehme Atmosphäre. Uns hat es wirklich richtig gut gefallen. Und, lieber Jürgen, auf unsere Unterstützung kannst du jederzeit wieder zählen.

Folge mir gerne auf