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Zu Besuch bei Carmen Hoyer

Carmen Hoyer

Den ersten Kontakt mit Carmen Hoyer  – der herausragenden und so überaus vielseitigen Künstlerin – hatte ich aus Anlass meiner Vernissage der "Zühlsdorfer Gesichter". Drei Jahre ist es schon wieder her, da sie die Vernissage musikalisch verschönte. Nun gibt es wieder eine Ausstellung: Ab Sonntag werden die Ergebnisse meines Projektes "Lebenslinien" im Zühlsdorfer Mehrzweckraum zu sehen sein. Ohne Vernissage, dafür aber mit einer Midissage an einem Sonntag vier Wochen später, am 3.4.2022. Und natürlich umrahmt von Musik mit Carmen Hoyer. Wenn das kein Grund war, vorher mal bei ihr reinzuschauen.

Und dann gab es noch einen zweiten Grund: Ich wollte sie fotografieren, besser wohl: porträtieren! Die  Fotos sollten mit zu den ersten gehören, die ich im Rahmen meines neuen Projektes  "Künstlerporträts" anfertigen wollte.

Ich wusste: die Fotosession wird Spaß machen. Und sie machte viel Spaß: Mir, der ich fotografieren durfte, aber auch Carmen, die so gänzlich ungezwungen mit mir plauderte, während ich eher beiläufig den Auslöser der Kamera betätigte. Spannend war es. Wie immer, wenn ich Gelegenheit habe, einen Menschen ein Stück näher kennenlernen zu dürfen. Ich war eher bei ihr - und weniger bei meiner Kamera. Einmal nur veränderte ich den Standort meiner Softbox. Der Kaffee war längst ausgetrunken. Irgendwann mittendrin in unserer angeregten zweistündigen Unterhaltung. Wir hatten den so wichtigen Flow! Und wir haben die Fotos, die dies belegen. Fotos, die genau reinpassen in mein sich langsam schärfendes Konzept der "Künstlerporträts".

Lehrreich war die Fotosession natürlich auch. Und hier war Carmen als praktizierende Geigenlehrerin so richtig in ihrem Element. Ich lernte die Unterschiede zwischen Bratsche und Geige :-) Legt man die beiden Instrumente nebeneinander, ist es nicht schwierig, die Bratsche von der Geige zu unterscheiden. Allerdings wurde der Unterschied erst wirklich klar, als Carmen das jeweilige Instrument zum Klingen brachte: Die Bratsche klingt tiefer als die Geige, sie ist das Alt-Instrument, während die Geige ein Sopran-Instrument ist. Jetzt wird es technisch: Eine Quinte tiefer gestimmt als die Geige, besitzt die Bratsche eine C-Saite als tiefste Saite, die höchste Saite der Geige, die E-Saite fällt bei ihr weg. Mit der tiefen C-Saite erhält die Bratsche einen eigenen, dunklen, kraftvollen, manchmal sogar düsteren Klang.

Irgendwann mal war die Carmen Hoyer für mich "die Frau mit der Geige". Dann aber – lange vor der Fotossession schon, machte ich mich vertraut mit der Person, die ich irgendwann mal fotografieren wollte. Es war einfach bei Carmen Hoyer. Man googelt – und findet: Ganz großes Theater auf ihrer Webseite, aufgeführt von einer erstaunlich vielseitigen Carmen Hoyer. MUSIK (als Audio, oder gerne auch als YouTube-Stream), natürlich! LYRIK (mit zeitkritischem Tiefgang), ach so. TEXTE (in Klartext, präzise analysierend und scharfsinnig die Schlussfolgerungen, dann und wann auch überhöhend – im Detail nicht immer zustimmungsfähig). BILDER gibt es auch. Hier hilft nur, selbst mal vorbeischauen auf ihrer Webseite. Wenn das keine Werbung ist für ihren Auftritt in meiner Midissage am 3.4.2022.

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Kommentare: 3
  • #1

    Karla Elsasser (Donnerstag, 03 März 2022 10:18)

    DANKE für diesen interessanten Einblick.

  • #2

    Ilona (Donnerstag, 03 März 2022 10:48)

    Da hast Du uns jetzt richtig neugierig gemacht.

  • #3

    Uta (Donnerstag, 31 März 2022 14:31)

    Hallo Jürgen, ein toller Artikel, bin gespannt auf den 3.4. - sag doch bitte noch wann es losgeht!

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