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Urlaub in einer Rosenschule

 

Nur zwei zertifizierte Bio-Rosenbetriebe gibt es in ganz Deutschland. Einer davon ist die Bioland-Rosenschule Uckermark von Andrea Genschorek im brandenburgischen Radekow. Und genau da durften wir für fast eine Woche unseren Urlaub verbringen. In einer der beiden sehr schön eingerichteten Ferienwohnungen. Mit unserem Hovawart Leon, der sich relativ frei auf dem insgesamt sechs Hektar großen Gelände der Rosenschule bewegen durfte. Tabu für ihn (und uns) war nur der "Grüne Acker", auf dem rund 18.000 duftende Blütenträume heranwachsen.

Gleich im Eingangsbereich befinden sich die liebevoll gestalteten Schaugärten: Schaufenster für jeden Besucher und voller Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens. Hier durften wir lustwandeln oder auch einfach nur auf einem der vielen Sitzgelegenheiten der fantasievoll gestalteten Gartenräume verweilen.

Es waren nicht zuerst die klassischen, oft langstieligen Rosen, die uns begeisterten, sondern eher die urwüchsigen Strauchrosen oder auch Kletterrosen, die raumgreifend die verschiedenen Gartenräume des Schaugartens oder auch der anderen Bereiche der Rosenschule formen.

Es versteht sich von selbst, dass die Rosen – und nicht nur diese – ein willkommenes Paradies für Insekten abgeben. Wie geschaffen für einen Fotografen, der sich auch gerne mal mit einer gelungenen Makroaufnahme schmückt.

Natürlich waren wir auch außerhalb der Rosenschule unterwegs. Immer wieder begeistert uns die abwechslungsreiche Hügellandschaft der Uckermark. Hier gibt es Mühlen mit funktionierenden Wasserrädern, Schlösser und Herrenhäuser. Bei einer Bevölkerungsdichte von 44 Einwohnern je km² ist die Uckermark einer der dünnbesiedelsten Gebiete Deutschlands. Auch als Autofahrer kann man auf kaum befahrenen Alleen mal so richtig entschleunigen – ohne nachfolgenden Verkehr auszubremsen.

Die herrliche Landschaft mit ihren Seen und Wäldern ist der Reichtum der Uckermark. Bekannt sind die drei Großschutzgebiete: Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Naturpark Untermärkische Seen – und der Nationalpark Unteres Odertal. Ein Highlight am nördlichen Rand dieses Großschutzgebietes: der Beobachtungsturm bei Mescherin an der polnischen-deutschen Oderbrücke. Mit seiner schlanken Form und seinem geschwungenen Dach, das den Schwingen von Kranichen nachempfunden wurde, bildet er eine architektonische Attraktion. Von der Aussichtsplattform, die sich in 11 Meter Höhe befindet, hatten wir zum Sonnenuntergang einen grandiosen Blick über den Staffelder Polder.
Für uns ist klar: Hier machen wir nochmal Urlaub. Im nächsten Jahr schon.

Ein kleines sehenswertes Video über die Rosenschule habe ich auch gefunden. Wer die Chefin Andrea Genschorek sehen und hören möchte, sollte es mal anklicken.


Mein Hund ist übrigens sehr zufrieden mit mir. Habe ich doch ZUERST seinen Urlaubsbericht veröffentlicht :-)

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